Endlich ist Frühling – Zeit für einen kleinen Tagesausflug im geliehenen Cabrio : ) Zusammen mit meinem Freund Todd gings nach New Ulm – einem kleinen Städtchen ca. 1,5 Stunden südlich von Minneapolis.
Wie man schon erahnen kann hat New Ulm deutsche Wurzeln. Viele Minnesotans können ihre Wurzeln auf deutsche Vorfahren zurückführen (38% – Deutschstämmige bilden mit 17% übrigens USA-weit die größte Gruppe vor Engländern und Iren). Und New Ulm war/ist praktisch das Zentrum des deutschen Erbes in Minnesota. Der deutsche Ursprung wird hier noch sehr deutlich. Schon am Ortseingang wird man mit “Herzlich Willkommen” auf einem schwarz-rot-goldenem Schild mit einem Männchen in Lederhosen begrüßt.
Aber man findet nicht nur touristisch aufgemachten deutschen (oder besser: bayrischen) Kitsch, sondern auch noch vieles, was tatsächlich auf die deutschen Einwanderer zurückgeht. Der Höhepunkt des Ortes (auch geografisch) ist das Hermanns-Denkmal von 1870 (mit dem Spitznamen “Hermann the German”), dass eine Nachbildung eines Denkmals im Teutoborger Wald zu Ehren des Cheruskerfürstens Arminius ist. Gleich daneben befindet sich das Martin Luther College, in dem die einzelnen Gebäude nach Augsburg, Wittenberg usw. benannt sind.
Zum Mittag gabs Bratwurst, Sauerkraut und Kartoffelsalat in “Veigels Kaiserhof”. Dazu ein Bier der August Schell Brauerei, der zweitältesten Brauerei der USA in Familienbesitz, die wir uns anschließend etwas außerhalb von New Ulm noch angeguckt haben. Wie die Mehrzahl der Brauereien in den USA ist auch diese von deutschen Einwanderern gegründet worden : )
Weitere “deutsche” Entdeckungen könnt ihr auf den Bildern sehen.
Gestern Morgen hab ich in der Zeitung gelesen, dass die Minnesota Tiberwolves ein Heimspiel gegen die Dallas Mavericks haben. Spontan hab ich beschlossen, nach Baseball und Eishockey einen weiteren großen Profisport in den USA einmal live zu erleben: NBA Basketball. Tickets für die Timberwolves sind gerade ziemlich günstig – da das Team diese Saison einfach grotten schlecht ist (ich hab $7 für ein $70 Ticket bezahlt…). Meine Suche nach Begleitung war leider erfolglos (die waren alle so unspontan), so dass ich kurzerhand alleine ins Target Center gegangen bin. Denn ich wollte mir die Chance doch nicht entgehen lassen, Dirk Nowitzki einmal live und in action zu erleben!
Das war ehrlich gesagt auch das einzige, was mich wirklich interessiert hat. Das Spiel war ziemlich langweilig, der Sieg von Dallas war (auch dank Dirk) nie in Gefahr (108-88), die Halle war nicht mal zur Hälfte gefüllt und die Stimmung eher grottig. Aber es hat sich definitiv trotzdem gelohnt – immerhin hab ich Dirk spielen sehen! Meine befreundeten Basketball-Fans in Deutschland kann ich damit bestimmt ein wenig neidisch machen ; )










